JAHRESTAGUNG 2020 auf einen Blick

27.1. (Mo) 19.30 Brenzhaus, ATTAC Schwäb. Hall und Evangelisches Kreisbildungswerk
Die neuen HERAUSFORDERUNGEN TRANSNATIONALER SOLIDARITÄT am BEISPIEL BASF.
Es geht um Konzernmacht und Menschenrechte
SIMONE KNAPP von der KASA, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika in Heidelberg www.kasa.de
Wie ist es möglich, dass die Menschen, die eines der wertvollsten Metalle der Welt für ein deutsches Vorzeigeunternehmen abbauen, in Slums leben? Am Beispiel der Platinlieferkette zwischen dem deutschen Chemiekonzern BASF und dem britisch-südafrikanischen Platinproduzenten Lonmin erörtert Simone Knapp koloniale Kontinuitäten im Rohstoffhandel.
Es geht um die direkte Verbindung des Massakers von Marikana nach Europa, um Entwicklungspolitik, um Steuervermeidung, Lobbyismus und Unternehmensverantwortung.

28. 1. (Di) 19.30 Haus der Bildung Volkshochschule Raum S 04,
DIE FINANZWIRTSCHAFT AN DIE KETTE LEGEN
Dr. GERHARD SCHICK, Vorstand der “Initiative Finanzwende”, Ex-MdB
Die Weltwirtschaftskrise 2008 hat es verdeutlicht. Unregulierte Finanzwirtschaft gefährdet den Wohlstand!
Und bringt den Staat um Milliarden Steuereinnahmen, siehe Cum-Cum- und Cum.Ex-Geschäfte.
Eine unrühmliche Rolle spielte hier eine Beraterfirma – KPMG, auch auf Dörings Gipfel vertreten. „Willfährige Wirtschaftsprüfer sind Erfüllungsgehilfen der Firmen“ titelte die Süddeutsche Zeitung dazu.
Dr. Gerhard Schick ist Volkswirt, ehemaliges Mitglied des Bundestages (Finanzpolit. Sprecher Grüne Fraktion) www.finanzwende.de

29.1. (Mi) 19.30 Theatersaal im Alten Schlachthaus
DIE KUNST DEN KAPITALISMUS ZU VERÄNDERN
WOLFGANG KESSLER (ehem. Publik Chefredakteur)
Megakonzerne und Großinvestoren erobern Innenstädte, Krankenhäuser, Pflegeheime, Ackerland und unsere Daten. Für hohe Renditen werden Rohstoffe ausgebeutet, Regenwälder abgeholzt und die Meere vermüllt. Der rasende Kapitalismus bedroht Mensch, Demokratie, Natur und Klima. Wirtschaft und Konsum müssen grundlegend anders werden.

Das erfordert die Kunst, das Wirtschaftssystem tiefgreifend zu verändern – ohne dass es in eine Krise abstürzt. www.publik-forum.de
Wolfgang Kessler zeigt, wie dies gehen kann. Und was wir dafür tun können.
, »Ein beeindruckendes Feuerwerk von Alternativen, das nur eine Schlussfolgerung zulässt: Alles ist zum Besseren veränderbar.”( Friedhelm Hengstbach)

31.1. (Fr) 20.00 Kino im Schafstall, Clubalpha60
DER MARKTGERECHTE MENSCH
Ein Film “von unten” von Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Europa ist im Umbruch.
Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, werden infrage gestellt.
Vor 20 Jahren waren in Deutschland knapp zwei Drittel der Beschäftigten in einem Vollzeitjob mit Sozialversicherungspflicht. 38% sind es nur noch heute. Aktuell arbeitet bereits knapp die Hälfte der Beschäftigten in Unsicherheit! Sie befinden sich in Praktika, wiederholt befristeter Arbeit, in Werkverträgen und Leiharbeit.
Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen? Arbeitskämpfe haben seit der Industrialisierung Standards des Arbeitsrechts erstreikt, die für die soziale Marktwirtschaft grundlegend waren. Und mit einer Senkung der Unternehmenssteuern und der Deregulierung des Arbeitsmarktes schaffte Berlin es seit 2003, deutschen Konzernen nachhaltig Kostenvorteile zu verschaffen. Die Realeinkommen sanken allerdings infolge dessen zwischen den Jahren 2000 und 2010 im Mittel um bis zu 23,1 Prozent. Es gibt 14 Mio arme Menschen im reichen Deutschland – 16%!
Nach dem Film Gespräch mit den Fimmachern !. www.marketable-people.org

Im Januar laden wir anlässlich des Gipfeltreffens der elitären Weltmarktführer zu Veranstaltungsreihen der 2017 gegründeten Akademie der Weltmarkt-Verlierer ein: Die Aufklärung über die Schattenseiten und Abgründe der Globalisierung als aktuelle Form des kapitalistischen Kolonialismus ist unser Ziel.

Zu viele Weltmarktverlierer produziert die neoliberale postkoloniale Weltwirtschaft, was von der wohlhabenden Wirtschaftselite komplett verdrängt wird. Sie sonnt sich wie die Sonnenkönige des Absolutismus auf Gipfeltreffen in ihren Erfolgen – die Folgen der verantwortungslosen Ökonomie werden ausgeblendet.

Gerade durch das hemmungslose Wirtschaftswachstum wird das Klima zerstört, werden die Meere versucht, die Regenwälder abgeholzt und Kleinbauern ihrer Existenzgrundlage beraubt. Kriegs- und Klimaflüchtlinge klopfen an die Türen der reichen Länder, die selbst gespaltene Klassengesellschaften sind.

Jahrestagung ATTAC-Projekt Akademie der Weltmarktverlierer 2020

ATTAC Schwäbisch Hall lädt ein zum Projekt
Akademie der Weltmarktverlierer 2020 – Programm der 4.Jahrestagung www.attac.de www.weltmarktverlierer-akademie.de
Die neoliberale Akademie der Weltmarktführer wird zum 10. Mal ein Gipfeltreffen der kapitalistischen Elite in Schwäbisch Hall durchführen, wo ein Loblied auf Globalisierung und Wirtschaftswachstum gesungen wird. Die Schattenseiten des Welthungers, der Rohstoffkriege, des Elends, des diskriminierenden Freihandels und der Klimakatastrophe werden komplett ausgeklammert. Dem positivistischen Weltbild dieser Lobbyorganisation der Weltmarktführer setzen wir unsere kritische wissenschaftliche Aufklärung entgegen und geben als Teil der privilegierten Gesellschaft den Opfern der strukturellen Gewalt global und bei uns eine Stimme. Unsere ATTAC-Parole lautet: Eine andere, solidarische und klimafreundliche Welt ist möglich!
Die Aufklärung über die Schattenseiten und Abgründe der Globalisierung als aktuelle Form des kapitalistischen Kolonialismus ist unser Ziel. Diese Globalisierung erzeugt strukturelle Gewalt, Terror, Kriege – eine andere Globalisierung ist nötig! Die Wirtschafts- und Politikelite wird ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung in keiner Weise gerecht. Konzerne bemächtigen sich der Staaten, wie man es nicht nur in den USA beobachten kann. Demokratien werden durch Lobbys ausgehöhlt und manipuliert.
Unterstützer: ATTAC, Weltladen Schwäbisch Hall, Brot für die Welt, Evang. Kreisbildungswerk, VHS SHA, Clubalpha60, GEW, IGM, VerDi, Umweltzentrum, Umfairteilen Schwäbisch Hall u.a.